Samstag, 7. Februar 2015

Mein eReader und ich - Probezeit bestanden

Bereits ein halbes Jahr gehen mein eReader und ich nun schon gemeinsam durchs Leben. Mal verbringen wir mehr Zeit miteinander, mal weniger. Gewöhnt haben wir uns daran sehr schnell bzw. ich mich an ihn. Vor allem im Urlaub war er mir ein wirklich treuer und zuverlässiger Begleiter.

Praktisch für die Reise: mein eReader. Foto: Ek


Ich gebe zu, ich habe mich lange dagegen gesträubt. Das Buch war für mich bis dato durch nichts zu ersetzen. Und das ist es auch heute noch nicht. Auf der anderen Seite interessieren mich die digitalen Medien. Und als Bücherwurm somit grundsätzlich auch die Welt des eBooks. Für all diejenigen, die vielleicht noch zögern und sich bisher nicht mit einem eReader anfreunden konnten, habe ich hier meine Eindrücke und Erfahrungen der letzten Monate zusammengefasst.

Eine Ergänzung und keine Alternative  


Mein langes Zögern hat wie gesagt mit meiner Liebe zu "echten" Büchern zu tun. Ich mag es einfach, mich seitenweise durch eine Geschichte zu fressen und diesen Vorgang nicht nur mit meinen Händen auf den Seiten zu spüren, sondern auch den Lesefortschritt zu sehen an der schwindenden Dicke des Restbuches festzumachen. Oft genug streiche ich bei einem Buch, wenn ich es aus dem Regal nehme, zunächst auch erstmal über das Cover. Das hat für mich etwas sehr Sinnliches, das ein technisches Gerät einfach nicht ersetzen kann.

Doch das muss es auch gar nicht, soviel ist mir inzwischen klar. Das eBook ist nicht unbedingt eine Alternative zum Buch an sich. Zumindest nicht in meinem Fall. Es ist zu einer situativen Ergänzung geworden. Auf meinen Bahnreisen und im Urlaub habe ich seit August oft meinen eReader zur Hand genommen. In anderen Situationen greife ich zum Buch. Das eine schließt das andere nicht aus.

Die Haptik: Leicht und handlich


Unbestritten ist die Speicherkapazität verbunden mit einem handlichen Format ein großer Vorzug, wenn man mit Gepäck unterwegs ist. Vier Bücher verschlang ich während meines zweiwöchigen Marokkoaufenthaltes im November. Und die hätte ich, um ehrlich zu sein, nichts schleppen wollen.

Wie oft habe ich beim Packen meiner Sachen im Laufe der letzten Jahre schon das Bücherthema beackert. Oft war die Lektüre nämlich das erste, um das ich mir Gedanken machte. Und selten konnte ich mich entscheiden. Dann lagen dort manchmal bis zu zehn Schätzchen auf einem Haufen und wollten transportiert werden. Das ging natürlich nicht. Ich wählte also vier Stück aus und ließ die anderen daheim.

Diesmal verlief der "Packvorgang" relativ schnell, denn ich musste nicht so eine strenge Auswahl treffen. Ich lud einige eBooks meiner Wahl auf den eReader, dann schob ich das schmale Hemd ins Handgepäck. Und fertig. So einfach ist das.

Lesekomfort: Alles ist erleuchtet


Doch noch einen weiteren Vorteil möchte ich hervorheben. Kundige eBook-Leser werden mich vielleicht belächeln, aber während meines gesamten Urlaubs freute ich mich über die Dämmerung, weil ich dann die illuminierte Lesefläche erst so richtig auskosten konnte. Jedem, wirklich jedem (!) würde ich zu so einer beleuchteten Paperwhite-Variante raten. Ich war jedes Mal ganz aus dem Häuschen, wenn die Funktion endlich zum Tragen kam.

Die Frage, ob das Licht noch ausreicht, um etwas zu erkennen, spielt dann einfach keine Rolle mehr. Und umgekehrt kann einem übrigens auch das Sonnenlicht nicht viel anhaben - denn aufgrund der rauen Oberfläche verhindert das Gerät, das du beim Lesen stark geblendet wirst. Wie gesagt, dies ist für alteingesessene eBook-Hasen nichts Neues, für mich aber war es eine echte Offenbarung.

Schade ist leider, dass ich mich beim Kauf für eine Variante des eBooks entscheiden musste und daher nicht alle gängigen Formate auf dem Gerät lesen kann. Es bleiben aber zum Glück genug Texte zur Auswahl, langweilig wird mir folglich nicht werden. Die Probezeit hat das Gerät trotz dessen bei mir mit Bravour bestanden.


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