Dienstag, 19. August 2014

Mein eReader und ich - Der erste Tag

So, nun ist es passiert. Ich habe mir gestern meinen ersten eigenen eReader gekauft. Nachgedacht habe ich darüber schon eine Weile, spätestens seit meinem letzten Urlaub. Denn dort habe ich eine Frau kennengelernt, die mit Begeisterung am Pool eBooks konsumierte. Erst kamen wir über die gelesenen Bücher ins Gespräch, dann über unsere Lesegewohnheiten. Schließlich nahm ich ihren eReader auch mal genau in Augenschein - und war überrascht. Denn so leicht und handlich hatte ich ihn mir gar nicht vorgestellt. Kurz gesagt: Ich war zwar immer noch skeptisch, aber die Neugierde war geweckt.

Buch und eReader - Konkurrenten oder eine gute Ergänzung?


Vor ein paar Tagen habe ich erfahren, dass ich als Stipendiatin zugelassen wurde für eine berufsbegleitenden Fachwirt-Lehrgang. Das bedeutet, dass ich in den kommenden acht Monaten sehr oft zwischen Münster und Hamburg pendeln werde, viele Stunden in der Bahn verbringe und Fachliteratur wälzen muss. Zwar liebe ich es, in Bibliotheken zu stöbern, zeitlich aber werde ich das zwischen den Seminaren neben meiner Arbeit aber nicht oft schaffen. Warum also, so dachte ich mir, verschaffe ich mir die Bücher dann nicht einfach online - als eBooks eben. Und um diese dann gut lesen zu können, wollte ich das passende Gerät haben, mit matter Oberfläche und Beleuchtung.

Gesagt, getan. Was lange in meinem Inneren schwelte, setzte ich gestern also in die Tat um und schuf mit dem Kauf meines eReaders eine gute Basis. Zumal ich im November noch eine Rucksackreise antreten werde und mit Sicherheit um jedes Gramm dankbar bin, das ich durch das Gerät einsparen kann. Für zweieinhalb Wochen Urlaub hätte ich mindestens vier Bücher eingepackt. Ganz im Ernst. Doch die wollen schließlich auch getragen sein. Und das ist auf virtuellem Wege ja nun kein Problem mehr.

Warum ich dennoch davon überzeugt bin, dass der eReader für mich den Klassiker, das "Buch aus Papier", nicht vollends ersetzen wird? Es ist eben so, dass ich diese Haptik liebe. Das Geräusch der Seiten beim Umblättern. Den Geruch des Papiers. Wann immer ich ein Buch aus dem Regal nehme, um es zu lesen, streiche ich zunächst mit der Handinnenfläche über das Buchcover und wiege es in der Hand. Bei Kunststoff macht das nicht mal halb so viel Freude.

Aber ich bin aufgeschlossen und denke, beide Medien haben ihre Berechtigung und können sich prima ergänzen. Ich teste das ab heute aus. Und über meine Erfahrungen werde ich sicher in der nächsten Zeit berichten.





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen