Donnerstag, 28. August 2014

#barcampkoeln 2014: Mein persönlicher Rückblick

"Wo warst du da eigentlich am Wochenende?", wurde ich in den vergangenen Tagen oft gefragt, und wenn ich dann geantwortet hatte, hieß es: "Was ist DAS denn bitte???" Ich war nämlich auf einem Barcamp, dem Barcamp Köln um genau zu sein, einer sogenannten Un-Konferenz, bei der die Teilnehmer zu Beginn der Zusammenkunft das Programm und den Ablauf der Veranstaltung selber festlegen und gestalten. Die thematische Auseinandersetzung findet in Sessions statt. In diesem Fall ging das Barcamp über zwei Tage, allein am ersten Tag, Samstag (23. August), gab es fast 50 verschiedene Sessions, unter anderem zu den Themen Suizid, Improtheater oder auch Imkerei.

Das Wichtigste auf einen Blick: mein Übersichtsplan und mein Teebecher.



Einen Schwerpunkt bildeten aber Themen um Social Media, Online-Marketing, Blogging, Monitoring - eben rund um die virtuelle Welt und ihre Folgen. Vermutlich ist dies der Tatsache geschuldet, dass das Barcamp von internetaffinen Menschen organisiert und vermarktet wurde, und von daher auch solche anzog. Ich hatte jedenfalls eine Menge Spaß, habe interessante Leute kennengelernt und auch viel für mich inhaltlich mitgenommen:

1. Wer sich mit Monitoring beschäftigt, der sollte sich mit dem "Dreiklang" aus Web Analytics, Social Media Analytics und Social Media Monitoring auseinandersetzen. Social Media ist nicht nur Facebook und Twitter, es gibt zum Beispiel auch Internetforen und Bewertungsplattformen. Es ist wichtig, die Gesamtheit im Blick zu behalten. Vielen Dank an Stefan Evertz, der uns nicht nur mit seiner Denke, sondern auch mit der konkreten Anwendung von Analyse-Tools in Kontakt brachte.

Mein "Stundenplan" am ersten Tag.

2. Die Definition von Corporate Blogs ist nicht so einfach, wie man auf Anhieb denkt. Es gibt Expertenblogs, Themenblogs oder auch solche in Form von Magazinen. Wer es richtig machen will, sollte vor allem eines beachten: dran bleiben und regelmäßig bloggen. Auch die Zielanalyse ist wichtig. Unter dem Session-Titel "Lohnt sich das Corporate Blog?" führte uns Lars Hahn durch eine angeregte Diskussion, die viele Facetten sichtbar machte. Auf jeden Fall ein Thema, in das ich mich nun noch mehr einlesen werde.

3. Ob "Senioren im Netz" oder auch "How to educate your boss" - sympatisch an Barcamps ist mir immer wieder, dass zu annähernd jedem Sujet rasch konstruktive Diskussionen entstehen. Hier findet kein Frontalvortrag statt, sondern eher eine Gesprächssituation, in der die Teilnehmenden zusammen mit der Sessionleitung eine Thematik entwickeln und sich austauschen. Oft ging dies an diesem Wochenende auch mit Gelächter einher, denn dabei gibt meist ein Wort das andere. Sehr amüsiert habe ich zum Beispiel bei der Session "Prozesse optimieren", bei der uns Claus F. Berthold mit einem sehr kuriosen Beispiel aus seiner beruflichen Vergangenheit überraschte: dem Krematorium in Braubach-Dachsenhausen. Merke: Bringe zwei Dinge in Verbindung, die man auf den ersten Blick nicht miteinander assoziieren würde - und es prägt sich auf jeden Fall ein!

4. Die Flexibilität, die Barcampbesucher in der Regel mitbringen, zeigte sich auch bei den Machern. In der Vorbereitung und Durchführung hat das Orga-Team hervorragende Arbeit geleistet. Und manch gute Idee gehabt: die Becher-Parkplätze zum Beispiel. Die sind nicht nur gut für die Umwelt, - Müll wird vermieden, wenn bereits benutzte Becher wieder auffindbar sind, - nein, sie helfen auch dabei, zwischendrin einfach mal die Hände frei zu bekommen, ohne den Becher hinterher wie verrückt suchen zu müssen. Aber auch darüber hinaus lief alles wie geschmiert. Eine gute Atmosphäre ist schließlich das A und O. Und die hatten wir definitiv. Dafür einen herzlichen Dank und virtuellen Applaus an das Orgateam:



Und hier habe ich noch ein paar Eindrücke, die ich während der beiden Tage in Köln so für mich gesammelt habe:


Imposant wie immer: der Kölner Dom.
Futuristisch dagegen die Location der QSC AG.
Immer wieder zwischendurch ein Blick auf den Übersichtsplan ...
... oder auch ein Päuschen an der frischen Luft.
Als Dame hatte frau die Wahl zwischen dem eher biederen ...
... und dem eher freakigen Toilettenerlebnis.
Abendhimmel am Samstag nach Camp-Schluss.
Dieses Buch zum Thema Un-Konferenz empfahl mir ein Mitcamper.
Die Lampen im Innern hatten es mir ebenfalls angetan.
Mein Fazit: Auf jeden Fall wird es sicher nicht lange dauern, bis ich das nächste Barcamp besuchen werde. Ich freue mich schon drauf!





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