Samstag, 3. September 2011

[Rezension] "Der dunkle Wächter" - Carlos Ruiz Zafón

"Cravenmoore - so heißt das geheimnisvolle Anwesen am Meer, auf dem der Spielzeugfabrikant Lazarus Jann mit Hunderten mechanischer Figuren lebt. Schnell wird klar: Cravenmoore ist ein Ort voller Abgründe. Dunkle Schatten jagen durchs Haus, im Wald treibt eine mächtige Kreatur ihr Unwesen und vom Leuchtturm drohen die rätselhaften Septemberlichter. Als Irene und ihr neuer Freund Ismael dem Geheimnis um Lazarus Jann auf die Spur kommen, ist es fast zu spät: Dieser Sommer könnte ihr letzter werden..."




Der Klappentext verspricht so Einiges: Ein mysteriöses Ambiente, interessante Figuren und kriminalistische Spannung. Nach dem Tod ihres Vaters kommt die Familie Irenes nach Cravenmoore, wo ihre Mutter eine Anstellung bekommen hat. Außer ihr arbeitet die junge Hannah auf dem Anwesen, das nur von Lazarus Jann und seiner bettlägerigen Frau bewohnt wird. Kurz nachdem Irene ein geheimnisvolles Tagebuch in die Hände fällt, wird Hannah auf bestialische Weise ermordet. Irene und Hannahs Bruder Ismael begeben sich auf Spurensuche und geraten in extreme Gefahr.
Wer zunächst wie ich "Der Schatten des Windes" oder "Das Spiel des Engels" verschlungen hat, beides wahre Schmökerschätze, wird von diesem Roman möglicherweise enttäuscht sein. Das Buch, das im Original bereits 1995 erschienen ist, reicht bei Weitem nicht an deren Komplexität der Sprache und Figurenführung heran. Jedoch ist es eine gute Unterhaltungslektüre, die leichtfüßig die Zeit durch bringt und in eine geheimnisvolle Welt entführt. Ich habe es gerne gelesen, werde dies aber wahrscheinlich kein zweites Mal tun. Dann doch lieber erneut die beiden oben erwähnten Perlen nach Seitenfresserchenart.

Mein Urteil: Leichter Zeitvertreib ohne doppelten Boden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen