Sonntag, 13. März 2011

Dies und Das und Günter Grass

Gut Grimm will Weile haben... Es hat das Potential, mein ganz privater Running Gag zu werden: mein Versuch, endlich Grass' "Grimm'sche Wörter" zuende zu lesen. Seit Januar prangt das Cover bereits links an der Seite dieses Blogs. "Ich lese gerade" verspreche ich dem World Wide Web mit Hinweis auf das Werk. In der Zwischenzeit allerdings ist mir mindestens ein halbes Dutzend Bücher dazwischen gekommen und die letzten hundert Seiten von uns' Günter mahnen mich meiner Vorsätze.



Zunächst kreuzten Natascha Kampusch und Robert Enke meinen Weg, sodann machte ich Bekanntschaft mit einem Herrn Precht und seiner Sicht auf egoistische Verhaltensweisen. Vom "Nacktbadestrand" trieb es mich vorbei an Sybille Berg zu Alice Miller, um nur einige Namen zu nennen...
Möglicherweise liegt es daran, dass Herr Grass zwar dem Titel nach die Brüder Grimm in den Mittelpunkt stellt, mir aber vor allem die Passagen massiv in Erinnerung geblieben sind, in denen er seine eigene Vergangenheit zu ihnen "in Beziehung" setzt, d.h im Grunde den Nährboden deutscher Literaturgeschichte nutzt, sich selber eine Bühne zu erschaffen. Aber ich mag noch kein abschließendes Urteil fällen, solange ich nicht die letzte Seite gelesen habe. Ob dies jemals der Fall sein sollte? Vorsichtshalber lasse ich das Bild vom Cover noch eine Weile auf diesem Blog. Das gefällt mir nämlich tatsächlich sehr gut. Und außerdem: Grass muss man schließlich irgendwann mal gelesen haben, oder? Naja, vielleicht auch nicht.

Kommentare:

  1. Wie ist das Kampusch-Buch? Das interessiert mich auch. Von Precht liegt neben meinem Bett schon ewig "Wer bin ich und wenn ja wieviele" und da habe ich erst 100 Seiten geschafft oder so. Wie ist das Egoismus-Buch?
    Ach ja, eines der langweili...gsten Bücher durch das ich mich je gequält habe, Günter Grass: "Ein weites Feld". Gähn.
    Sehr gut dagegen gefielen mir: "Die Blechtrommel" (natürlich) und "Katz und Maus".

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  2. Über das Kampusch-Buch möchte ich demnächst noch ausführlicher schreiben. Es hat mich sehr beeindruckt, die Mischung aus kluger Analyse und hoher Empfindsamkeit.
    Auch von dem Precht werde ich sicher noch berichten. Noch habe ich es nicht ganz durch, es ist interessant, aber es liest sich nicht so einfach weg.
    Mal sehn, ob ich mich noch an einer anderen Grass heran trau... :/

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